
ab 15.04.2026 in der Villa Ö GRAFIK!
Sie ist ein Chamäleon. Eines, das Schrecken verbreitet und zugleich handzahm um Zuwendung bittet. Eines, das sich dem Betrachter spannend darbietet, etwas Rotes brüllt oder ganz fein wispert oder brachial-filigran in den Raum strebt. Da ist es, unverrückbar schwer, obwohl kinderleicht zu tragen. Das wundervoll Fürchterliche: Dieses Chamäleon ist unser aller Spiegel.
Die Dresdner Künstlerin Konstanze Feindt-Eißner bannt das Psychogramm des Menschen in einer kaleidoskopischen Formensprache. Der Lieblichkeit erwartende konservative Betrachter wird keine „göttliche Proportion“ á la Da Vinci entdecken, und doch gefesselt auf Malerei, Zeichnung und Bildhauerei schauen. Der modernen Kunst zugewandte Voyeure werden mit Konstanze Feindt-Eißner nicht mehr heimlich, sondern ganz präsent beobachten.
„Malen ist ein Versuch, Ordnung zu schaffen.“ (Otto Dix)
Konstanze Feindt-Eißner sortiert Erinnerungen an die manchmal oberflächliche Gegenwart. Das Vitale und das Weichende reichen einander die Hand. Je nach Muße in Farbe, Stiftspuren oder Stein festgehalten. Roh, fein, spitz, rund, brachial, filigran. Ein totes Leben neben einem lebendigen Tod. Nicht abschreckend inszeniert und doch Furcht erregend: vor dem, was ist, ohne dass wir es sehen.
Konstanze Feindt-Eißner wurde 1966 in Dresden geboren, errang das Diplom an der Hochschule für Bildende Künste und ist seit 1993 freischaffende Künstlerin. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sächsischen Staatspreis für Design.
Für die Initiative Friedenspreis Dresden, die jährlich die gleichnamige Ehrung vergibt, schuf Konstanze Feindt-Eißner die Preisfigur.
Ort: Villa Ö GRAFIK, Tauscherstraße 44, Dresden
Zeit: ab 15. April, immer mittwochs von 17 bis 21 Uhr
Eintritt frei














